Nie wieder Channeling! Warum wir unseren Espresso Leveler – den Mahlgut Dozer – so schätzen.


Die Zubereitung eines perfekten Espressos ist ein hochsensibler Prozess. Schon der kleinste Fehler hat erstaunlich große Auswirkungen auf den Geschmack. Es gibt Barista-Tools, mit denen du Fehler bei der Zubereitung minimieren kannst. Eines davon ist der Mahlgut Dozer.

Noch nie gehört? Dann schau dir mal dieses kurze Video von uns an:

Erfahre in diesem Artikel, warum der Mahlgut Dozer eine wichtige Rolle bei der perfekten Extraktion von Espresso spielt.

Wie entsteht ein ausgewogener Geschmack?

Ein Espresso schmeckt erst dann ausgewogen und harmonisch, wenn jedes einzelne Kaffeepartikelchen gleich viele Aromastoffe an das Wasser abgegeben hat. Eine gleichmäßige Extraktion des Kaffeemehls ist also Grundvoraussetzung für guten Geschmack. So die Theorie.

Kaffeemehlverteilung- und dichte


Nach dem Mahlvorgang bildet sich im Siebträger ein Kaffeemehl-Hügel. Das Kaffeemehl ist ungleichmäßig verteilt. Und auch die Dichte des Kaffeemehl ist nicht einheitlich: Die Kaffeepartikel liegen mal gepresster und mal lockerer zusammen. Eine gleichmäßige Extraktion aller Kaffeepartikel ist so nahezu unmöglich. Der Espresso wird unterextrahiert durch die Folgen von “Channeling” schmecken.

Was ist Channeling?

Idealerweise fließt das Wasser bei der Extraktion gleichmäßig durch den Espressopuck – bei ungleichmäßig verteiltem und verdichtetem Kaffeemehl hingegen nicht. Das Wasser wird Wege im Kaffeemehl finden, die weniger Widerstand leisten als das restliche Mehl. Wasser sucht sich immer den Weg des geringsten Widerstandes.

Bei ungleichmäßig verteiltem Kaffeemehl bahnt sich das Wasser zuerst durch einige wenige Kanäle (“Channels”) seinen Weg. Im weiteren Verlauf kommen zwar mehr Kanäle dazu, doch die Extraktion erfolgt insgesamt unkontrolliert, schubweise und ungleichmäßig. Man spricht vom Channeling. Die Kanäle, durch die das Wasser zuerst geflossen ist, kannst du nach dem Bezug auch in Form von Rissen im Kaffeepuck wiedererkennen.

Die Folge vom Channeling: Der Espresso schmeckt unterextrahiert. Er wird wenig Körper und ein flaches Aromaprofil haben.

Unser Vorgehen beim Leveln

Der Vorgang des gleichmäßigen Verteilens und Verdichtens von Kaffeemehl im Siebeinsatz wird als “Levelling” bezeichnet. Richtiges Leveln ist maßgeblich verantwortlich dafür, ob ein Espresso ausgewogen schmeckt oder nicht.

Ein richtiges Leveln hat unserer Meinung nach einen viel höheren Stellenwert bei der Zubereitung von Espresso als das Tampern.

So gehen wir Schritt für Schritt beim Leveln vor:

Schritt 1
Während das Mahlgut aus der Espressomühle in den Siebträger rieselt, bewegen wir den Siebträger leicht hin und her. Dadurch kann sich das Kaffeemehl besser im Siebeinsatz verteilen.

Schritt 2

Wenn der Siebträger befüllt ist, klopfen wir diesen anschließend sanft auf die Tampermatte. Das Kaffeemehl sackt dadurch nach unten; die Räume zwischen den einzelnen Partikeln werden enger. Das Klopfen sorgt für eine gleichmäßige Dichte des Kaffeemehls im Siebeinsatz.

Schritt 3

Im nächsten Schritt klopfen wir leicht mit der Innenseite der Hand an die Seite des Siebträgers. Wir klopfen genau an den Stellen, bis die Oberfläche des Kaffeepulvers ausreichend glatt und gleichmäßig aussieht.

Schritt 4

Den finalen Schliff verpassen wir der Kaffeemehloberfläche mit einem Kaffee-Verteiler, dem Mahlgut Dozer von der Mahlgut Manufaktur. Der Dozer wird auf den Siebträger gesetzt und einige Male gedreht. Die Flügelelemente an der Unterseite verteilen das Kaffeepulver optimal und sorgen für eine super glatte Oberfläche.

Fertig

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Eine absolut glatte und gleichmäßige Kaffeemehloberfläche.

Mahlgut Dozer von der Mahlgut Manufaktur


Es gibt verschiedene Kaffee Verteiler (auch unter der Bezeichnung Espresso Leveler, Espresso Verteiler oder Espresso Dozer bekannt) auf dem Markt. Alle Modelle sind dafür geschafften, das Mahlgut im Siebeinsatz vor dem Tampern optimal zu verteilen.

Das erste Mal haben wir die Bekanntschaft mit einem Kaffee Verteiler auf einem Barista-Seminar von Latte Art Weltmeister Christian Ullrich gemacht. Christian hatte den Mahlgut Dozer dabei. Wir waren schwer beeindruckt von der Verarbeitung und der Wirksamkeit des Tools. Wenige Tage nach dem Seminar bestellten wir den Mahlgut Dozer im Fachhandel.

Wir haben bislang exzellente Erfahrungen mit dem Tool gemacht und können es dir uneingeschränkt weiterempfehlen. Die Anschaffungskosten (ab 150 € je nach Ausführung) sind sicherlich auf den ersten Blick ziemlich hoch – aber mal ehrlich: Den Mahlgut Dozer wird man sein Leben lang täglich verwenden. Daher werden sich die Kosten im Laufe der Zeit sicherlich amortisiert…

Das gefällt uns besonders gut:

Stufenlose Verstellung
Ohne Werkzeug kann man den Dozer aufdrehen und die Basis zwischen 7,4 mm und 20 mm herausdrehen.

Top Verarbeitung
Das Tool ist schwer (505 g), liegt daher gut in der Hand und fühlt sich hochwertig an. Das Holz stammt von der deutschen Eiche, die im Sauerland verarbeitet wird.

Hohe Wirksamkeit
Das Kaffeemehl wird perfekt im Siebträger vorbereitet. Mit Hilfe des Mahlgut Dozers verläuft die Extraktion des Espresso immer gleichmäßig.

Video: Mahlgut Dozer im Einsatz

Weitere Infos findest du auf der Website der Mahlgut Manufaktur:
Zur Website der Website der Mahlgut Manufaktur

Hier haben wir unseren Mahlgut Dozer aus Holz mit Edelstahl-Base bestellt:
Zum Shop von Espresso Perfetto

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    Erstellt am: 31. Oktober 2018

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