Milch aufschäumen: Der ultimative Ratgeber

Möchtest du bei dir zu Hause auch den perfekten Milchschaum machen, damit dein Kaffee so schmeckt wie in deinem Lieblingscafé? Dann bist du hier genau richtig. In diesem umfangreichen Ratgeber zum Thema Milch aufschäumen zeigen wir dir, mit welchen Methoden du Milch richtig aufschäumen kannst. Den Fokus haben wir dabei auf das Milch aufschäumen mit der Dampflanze einer Siebträgermaschine gelegt, denn das ist für uns die “Königsdisziplin” beim Produzieren von Milchschaum. Das erwartet dich hier:

Milch aufschäumen mit einer Siebträgermaschine

Es ist ein anderes Geschmackserlebnis, ob man Kaffee nur mit einem einfachen Schuss Milch oder mit einem süßlichen schmeckenden Milchschaum genießt. Für viele Kaffee- und Espressogenießer geht es längst nicht mehr nur um die perfekte Crema beim Espresso an sich, sondern ebenfalls um den perfekten Milchschaum. Milch aufschäumen mit einem Siebträger ist gar nicht schwer. Wir zeigen dir, wie dir der perfekte Milchschaum auch zu Hause gelingt. Damit wirst du zu einem echten Home-Barista und mit etwas Übung gelingt dir auch dein erstes Milchschaumherz auf dem Cappuccino. Hinter dem perfekten Milchschaum steckt allerdings nicht nur einfach heiße Luft, sondern eine Espressomaschine (Siebträgermaschine) mit einer Dampflanze. Damit erzielst du das allerbeste Ergebnis.

Video: Milch aufschäumen für Latte Art



Schritt für Schritt Anleitung: Milch aufschäumen mit Siebträgermaschine

Nachfolgend findest du eine Schritt für Schritt Anleitung, mit der dir der perfekte Milchschaum für Latte Art mit einer Siebträgermaschine gelingen wird.

Schritt 1:
Vor dem Schäumvorgang das Dampfventil einmal aufdrehen. Dadurch wird das Kondenswasser aus der Dampflanze abgelassen. Solange aufdrehen bis nur noch reiner Dampf herauskommt. Das Kondenswasser macht die Milch zu wässrig.

Schritt 2:
Generell hält man das Kännchen in der linken Hand fest. Es geht aber auch in der rechten Hand. Wichtig ist, dass eine Hand frei bleibt, um die Temperatur am Kännchen zu fühlen.

Schritt 3:
Tauche die Dampflanze leicht schräg und nicht gerade in die Kanne ein. Zudem soll die Spitze der Lanze etwa einen Zentimeter seitlich neben dem Kannenrand positioniert werden. Es kann auch die Ausgusstülle zur Hilfe genommen werden. Die Dampflanze wird zum Start etwa einen Zentimeter unter die Milchoberfläche positioniert. So kann beim Start keine Milch herausspritzen.

Schritt 4:
Mit der freien Hand wird das Dampfventil aufgedreht. Nun bewegst du die Dampflanze knapp unter die Milchoberfläche. Dadurch, dass die Lanze leicht schräg eintaucht, entsteht der gewünschte Sog. Du hörst nun ein kratzendes, schlürfendes Sauggeräusch. Die Luft wird unter die Milch gezogen. Bei diesem Vorgang darf das Kännchen nicht geschwenkt oder bewegt werden. Das Kännchen wird ruhig gehalten.

Schritt 5:
Je länger die Ziehphase andauert, desto mehr Schaumbläschen entstehen. Je nach Kaffeespezialität ist die Ziehphase unterschiedlich lang. Für Latte Art endet die Ziephase wenn die Milch handwarm (bei 30 bis 40 Grad Celsius) ist. Mit der freien Hand kannst du die Temperatur am Boden des Kännchens und am Kannenrand fühlen.

Schritt 6:
Für die Rollphase wird die Spitze der Dampflanze etwa einen Zentimeter tief in die Milch getaucht. Versuche eine Stellung zu finden, bei der die Milch kreisförmig durch das Kännchen wirbelt. Nun werden die Luftbläschen zerkleinert und es entsteht eine homogene Emulsion.

Schritt 7:
Sobald die gewünschte Temperatur von 60 bis 65 Grad Celsius erreicht ist, schließt du das Dampfventil.

Schritt 8:
Mit einem feuchten Schwammtuch musst du die Dampflanze von den Milchschaumresten befreien. Danach einmal kurz das Dampfventil öffnen, damit die eingezogene Milch herausgepustet wird.

Schritt 9:
Nun das Milchkännchen einmal leicht auf den Tisch aufklopfen, um die letzten großen Milchbläschen, die sich oben gebildet haben, zu zerschlagen. Danach das Milchkännchen auf der Arbeitsplatte schwenken, damit der feinporige Milchschaum einphasig bleibt. Nach etwa 30 Sekunden beginnt die Milch sich in zwei Phasen abzusetzen. Daher gilt es, das Kännchen bis zum Eingießen drehend zu bewegen. Du musst die Milch also „bei Laune halten“.

Et voilà! Mit diesem Milchschaum kannst du wunderbare Motive in den Kaffee gießen!

Konsistenz vom Milchschaum: Fest versus feinporig


Viele Kaffeegenießer wünschen sich einen besonders festen Schaum, der sich imposant auf dem Kaffee türmt. Das sieht natürlich optisch ansprechend aus. Allerdings belächeln Baristi diesen Schaum, der eher nach Badezusatz aussieht.

Unter Fachleuten gilt diese Festigkeit als laienhaft. Der Grund dafür ist, dass sich der Kaffee nicht mit dem festen Milchschaum vermengt. In diesem Fall wird erst der feste Milchschaum gelöffelt und dann am Ende der Kaffee getrunken. Ziel ist es aber, dass sich der Kaffee mit der Milch vermischt. Daher hat der perfekte Milchschaum eine cremige Konsistenz, ist feinporig, kann noch fließen und schmeckt süßlich. Gute Baristi bereiten diesen Schaum so zu, dass sie daraus wunderschöne Verzierungen auf der Crema zeichnen können.

Es gibt einiges zu beachten, um den perfekten Milchschaum mit einem Siebträger zuzubereiten. Wir erklären dir nun, was du alles dafür zu Hause brauchst und worauf du achten solltest. Grundsätzlich bereiten wir den Milchschaum mit der Dampflanze Espressomaschine zu. Dafür verwenden wir Kuhmilch.

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Das Equipment zum Milch aufschäumen mit einem Siebträger


Damit du dir den perfekten Milchschaum auch zuhause selber machen kannst, empfehlen wir dir folgendes zusätzliches Equipment zusätzlich zur Espressomaschine:

  • Milchthermometer
  • Schwammtuch
  • Milchkännchen mit Ausgusstülle

  • Milchthermometer: Die richtige Temperatur beim Milch aufschäumen feststellen


    Milchschaum lässt sich grundsätzlich aus kalter Milch erzeugen. Schüttelst du die kalte Milch in einem geschlossenen Gefäß entsteht Schaum. Allerdings halten sich die entstandenen Luftblasen nicht sehr lange. Deshalb muss die Milch mit Hilfe von Hitze verändert werden. Denn durch Hitze wird das in der Milch enthaltene Eiweiß fest. Die Temperatur beim Milch aufschäumen ist sehr entscheidend. Bei einer Temperatur von 60 bis 65 Grad Celsius schmeckt die Milch frisch und süß. Ab einer Milchschaum Temperatur von über 70 Grad Celsius fängt der Milchzucker an zu verbrennen. Dadurch verliert die Milch ihren charakteristischen frischen und süßlichen Geschmack. Zu hoch erhitzte Milch schmeckt zunehmend verbrannt. Das bleibt auch nach dem Abkühlen des Milchschaums so.

    Damit dir der Milchschaum nicht zu heiß wird, investiere zu Beginn in ein spezielles Thermometer für Milchkännchen. Es wird dir dabei helfen, die Temperatur während des Aufschäumens der Milch zu kontrollieren. Die Milch sollte nicht auf über 65 Grad Celsius erhitzt werden. Es gibt allerdings eine zeitliche Verzögerung beim Messen mit einem Thermometer von etwa zwei Sekunden. Daher gilt es, rechtzeitig den Schäumvorgang zu beenden.

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    Du brauchst das Thermometer nur solange zu benutzen, bis du gelernt hast, die Temperatur mit der bloßen Hand am Milchkännchen selber zu fühlen.

    Dazu legt man die flache Hand während des Aufschäumens an das Kännchen. Wenn es an der Handinnenfläche zu heiß wird, beendest du das Aufschäumen der Milch. Dann hast du die Zieltemperatur erreicht. Das kannst du auch mit Wasser üben, um ein Gefühl für die richtige Temperatur zu bekommen.

    Schwammtuch: Hygiene ist das A&O

    Ungebetene Gäste sind selten herzlich willkommen. So ist es auch bei Kaffeemaschinen. Hygiene ist das A und O beim Aufschäumen der Milch. Wird die Dampflanze nicht regelmäßig sauber gemacht, ist sie ein Schlaraffenland für Keime. Hat die Spitze der Dampflanze sichtbare Verkrustungen von Milchresten, ist das fast eine Garantie dafür, dass sich Keime festgesetzt haben.

    Daher lautet unser Tipp, die Milchreste immer gleich nach dem Aufschäumen mit einem feuchten Schwammtuch abzuwischen. Dann bietest du den ungebetenen Gästen keinen Nährboden zum längeren Verweilen an. Benutze für die Dampflanze immer ein ganz eigenes Schwammtuch. Spüle es nach der Reinigung der Dampflanze gründlich aus. Zudem tausche es regelmäßig aus, denn irgendwann ist so ein Schwammtuch auch nicht mehr appetitlich.

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    Milch aufschäumen mit einem Milchkännchen


    Um den perfekten Milchschaum mit einem Siebträger selber zu machen, verwenden Baristi Edelstahlkannen mit feinen Ausgusstüllen. Sie bieten klare Vorteile im Vergleich zu Kannen aus anderen Materialien. Edelstahl lässt sich leicht reinigen und die Temperatur lässt sich mit den Händen von außen gut erfühlen. Die Kännchen sollten nach unten hin etwas bauchiger sein. Diese Art von Kännchen werden auch Pitcher genannt.

    Es gibt Edelstahlkannen in verschiedenen Größen: Kleine Kännchen mit 0,35 Liter Fassungsvermögen für nur ein Getränk und größere Kännchen für mehrere Getränke. Somit hängt die Wahl der richtigen Größe von der gewünschten Menge an Milchschaum ab.

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    Für die Wahl der Kannengröße gilt, dass das verwendete Gefäß maximal bis zur Hälfte mit Milch gefüllt sein sollte. Ist die Milchmenge zu groß, kann es aus dem Kännchen überschäumen. Ist die Füllmenge zu gering, wird lediglich die Milch zur Seite gedrängt und es entstehen große Luftblasen.

    Allerdings sollte die Kanne auch nicht zu groß sein. Hat die Kanne beispielsweise ein Fassungsvermögen von etwa 1,5 Liter, kann es sein, dass das Aufschämen nicht gelingt, weil die Espressomaschine nicht ausreichend genug Dampfdruck hat. Die gesamte Milchmenge gelangt dann nicht in eine rotierende Bewegung. Die Folge ist, dass die obere Milchschicht aufgeschäumt und der untere Teil nur erhitzt wird. Daher empfehlen wir dir in diesen Fällen, lieber zweimal ein kleines Kännchen zu schäumen, statt einer ganzen Literkanne.

    Milch aufschäumen mit Siebträger: Welche Milch?


    Bei der Zubereitung von Kaffeespezialitäten ist es wichtig, auf die Milchqualität zu achten. Kuhmilch ist nicht gleich Kuhmilch. Es gibt Vollmilch, Bio-Milch, H-Milch, Milch mit unterschiedlichem Fettgehalt, Sahne, Kondensmilch und noch einiges mehr. Die verschiedenen Milchsorten haben ihren eigenen Charakter im Geschmack. Deshalb sollte jeder für sich auch den Geschmack der Milch bewerten und das Beste für die entsprechende Kaffeespezialität wählen.

    Probiere gerne Milch von verschiedenen Molkereien aus, um herauszufinden, welche Milch dir am besten schmeckt. Der Geschmack sollte frisch und süßlich sein. Damit hat der Milchschaum schon eine sehr gute Voraussetzung. Der Geschmack von Kaffeespezialitäten wie beispielsweise des Cappuccinos ist dadurch weicher und voller.

    Der Eiweißgehalt ist entscheidend


    Dass sich Milch überhaupt aufschäumen lässt, liegt im Eiweißgehalt in der Milch begründet. Bei den üblichen Milchsorten aus dem Supermarkt ist dieser relativ ähnlich und liegt bei 3,2 bis 3,8 Prozent. Der Fettgehalt beeinflusst das Schäumen nicht. Man kann fettarme Milch genauso gut aufschäumen wie Milch mit einem hohen Fettgehalt. Das liegt daran, dass der Eiweißgehalt in fast jeder Milchsorte gleichermaßen enthalten ist. Fett ist allerdings ein Geschmacksträger. Vollmilch mit einem hohen Fettgehalt ist deshalb geschmacklich immer besser. Wird eine Kaffeespezialität mit 3,8 Prozent Vollmilch zubereitet, schmeckt es insgesamt intensiver. Egal für welche Milch du dich entscheidest: die Milch muss kalt sein und sollte am besten direkt aus dem Kühlschrank genommen werden!

    Du kannst Milch von überregionalen Molkereien kaufen. Toll ist es allerdings, wenn du Milch von regionalen Anbietern verwendest. Unser Milch-Tipp, wenn du aus der Region Hannover kommst: Hemme-Milch aus der Wedemark, frische Vollmilch mit einem Fettgehalt von 3,5 %.

    Wie entsteht Milchschaum?

    Beim Aufschäumen von Milch wird Luft unter die Milch gewirbelt. Die Folge daraus ist, dass Schaum entsteht. Schaum ist ein Gemisch aus Flüssigkeit und Luft in Form von Bläschen. Diese Bläschen können unterschiedlich groß sein. Daher ist Schaum nicht gleich Schaum. Es wird zwischen zwei Arten von Milchschaum unterschieden: Grobporiger und feinporiger Milchschaum.

    Links im Bild: Fester Milchschaum (geeignet für Latte Macchiato), rechts im Bild: Feinporiger Milchschaum, der sich für Latte Art eignet.

    Grobporiger Milchschaum

    Es gibt zum einen den festen, dichten und grobporigen Schaum. Das ist häufig der typische Milchschaum aus der italienischen Eisdiele mit Kakaopulver als Topping. Dieser Milchschaum kann als zweiphasig beschrieben werden. Das bedeutet, dass sich unten die flüssige heiße Milch befindet. Darüber setzt sich der eigentlich feste Milchschaum ab. Dieser grobporige Milchschaum wird üblicherweise für Latte Macchiato verwendet. In einem Glas serviert, kommt dieser Effekt mit den mehreren Schichten optisch besonders gut zur Geltung. Es können damit gigantische Schaumberge aufgetürmt werden. Für Milchschaumverzierung (Latte Art) ist dieser grobporige feste Schaum allerdings ungeeignet.

    Feinporiger Milchschaum

    Zum anderen gibt es den flüssigen, cremigen und feinporigen Milchschaum. Er besteht aus mikrofeinen Luftbläschen. Daher spricht man in Fachkreisen auch von Mikroschaum. Dieser Mikroschaum hat eine seidig glänzende Oberfläche. Es sind keine einzelnen Blasen mit bloßem Auge zu erkennen. Diese Art von Milchschaum ist einphasig. Es gibt keine Trennung von Milch und Schaum. Die Luftbläschen sind von oben bis unten gleichmäßig verteilt.
    Dieser Milchschaum ist geeignet, um daraus Bilder (Latte Art) auf der Kaffeeoberfläche zu zeichnen.

    Milchschaum selber machen – die richtige Technik mit der Dampflanze

    Alle, die wie ein Profi Milchschaum zubereiten wollen, sollten für optimale Schaumresultate die Dampflanze von einer Siebträgermaschinen nutzen. Dafür musst du dir nur grundlegendes Wissen aneignen.

    Die zwei Phasen beim Milch aufschäumen mit Siebträger: Zieh- und Rollphase

    Das Aufschäumen von Milch mit einem Siebträger lässt sich in zwei aufeinander folgende Phasen einteilen, in die Zieh- und Rollphase.

    Die Ziehphase beim Milch aufschäumen mit Siebträger


    Während der Ziehphase wird durch Dampfdruck Luft unter die kalte Milch gezogen. Die Dampflanze muss dafür nur knapp unter die Milchoberfläche gehalten werden. Allerdings soll die Lanze leicht schräg und nicht gerade in die Kanne eintauchen. Achte auch darauf, dass die Lanze nicht im Zentrum, sondern seitlich zum Rand des Kännchens positioniert wird. Du kannst auch die Ausgusstülle zur Hilfe nehmen. Dabei legst du die Dampflanze in die Ausgusstülle so an, dass die Spitze etwa einen Zentimeter neben dem Kannenrand knapp eintaucht.

    Wird der Dampfhahn geöffnet und ist die Position korrekt, dann ist in der Ziehphase ein kratzendes, schlürfendes Geräusch zuhören. Nun entstehen die gewünschten Schaumbläschen. Zeitgleich muss das Milchkännchen langsam nach unten bewegt werden, so dass sich die Dampflanze immer knapp über der Oberfläche der Milch befindet. Dadurch gelangt die Luft weiterhin unter die Milch und die Schaummenge vergrößert sich. Merke dir: Je länger die Ziehphase andauert, desto mehr Schaum wird erzeugt. Hat die Milch Handwärme erreicht (bei ca. 30 bis maximal 40 Grad Celsius), wird in die Rollphase gewechselt.

    Die Rollphase beim Milch aufschäumen mit Siebträger


    Für die Rollphase wird die Dampflanze etwa 1 bis 2 Zentimeter unter die Milchoberfläche getaucht, so dass keine Luft mehr eingezogen wird. Es darf jetzt kein schlürfendes Geräusch mehr hörbar sein. Durch den Dampfdruck gelangt die Milch in eine Rotation. Die entstandenen Schaumbläschen werden durch die Rollbewegung der Milch zerkleinert und gleichmäßig verteilt. Gerollt wird bis die Milch 60 bis 65 Grad Celsius erreicht hat. Nach dem Milch aufschäumen empfehlen wir dir, mit dem Milchkännchen ein Mal auf die Arbeitsplatte deiner Küche zu klopfen. Damit kannst du zu große Luftbläschen im Milchschaum platzen lassen. Anschließend solltest du das Kännchen schwenken, damit sich alle Bestandteile im Kännchen miteinander verbinden. Wenn du alles richtig gemacht hast, dann sollte der Milchschaum eine seidig glänzende Oberfläche haben.

    Vorbereitende Arbeitsschritte

    Versichere dich, dass du saubere und kalte Milchkännchen hast. Verwende bitte daher keine Kännchen direkt aus der noch heißen Spülmaschine. Die verwendete Milch sollte immer frisch und gekühlt sein. Die ideale Anfangstemperatur der Milch liegt bei ca. 4 bis 8 Grad Celsius (Kühlschranktemperatur). Zimmertemperatur ist nicht gut für das Schäumen. Der Grund dafür ist, dass sich die Aufwärmzeit verkürzt. Die Folge ist, dass die Milch durch die kurze Zeit nicht richtig in die Rollbewegung gerät und die Luftbläschen nicht gleichmäßig verteilt werden. Es gilt: Je kälter die Milch ist, desto länger dauert das Aufschäumen der Milch. Aber umso leichter ist es, ein perfektes Milchschaumergebnis zu erreichen.

    Die richtige Füllmenge im Milchkännchen

    Beim Aufschäumen von Milch ist es wichtig, das richtige Füll-Level im Kännchen zu beachten. Die Milch wird bis kurz unter die Ausgusstülle eingegossen. Das ist der beste Füllbereich. Allgemein gilt aber, dass das Milchkännchen mindestens bis zu einem Drittel mit Milch gefüllt sein sollte, jedoch auch nicht voller als die Hälfte.
    Füllt man zu wenig Milch hinein, erhitzt sich die Milch zu schnell und es wird schwierig die Milch in die Rollphase zu bringen. Das Kännchen sollte auch nicht bis über die Ausgusstülle befüllt werden, da durch das Schäumen Volumen erzeugt wird. Dann fehlt der Platz für den entstandenen Schaum und die Milch schwappt über.

    Milch aufschäumen mit Siebträger üben

    Häufig gelingt es nicht, bereits bei den ersten Versuchen die Milch so aufzuschäumen, dass das gewünschte Ergebnis erreicht wird. Leider kann bereits geschäumte Milch nicht noch einmal aufgeschäumt werden. Um nicht soviel Milch zu verschwenden, kannst du zunächst mit einem kleinen Trick üben. Fülle das Kännchen bis zur Hälfte mit kaltem Wasser. Gebe einen Esslöffel kalte Milch dazu. Mit dieser sehr verdünnten Milch lässt sich tatsächlich Milchschaum erzeugen. Schmecken wird der Schaum allerdings nach nichts, aber es ist zum Üben super geeignet.

    Eine weitere Möglichkeit ist es, dem Wasser statt Milch einen Spritzer Spülmittel beizufügen. Optisch sieht das geschäumte Spülwasser dem Milchschaum sehr ähnlich. Daher Vorsicht, bitte nicht trinken!

    Probiere die verschiedenen Eintauchtiefen mit der Dampflanze aus. Du kannst nun gut beobachten was passiert. Ist die Dampflanze knapp unter der Oberfläche entsteht Schaum. Ist die Lanze tiefer eingetaucht, wird die Flüssigkeit verwirbelt und dabei erhitzt.

    Reinigung nach dem Milch aufschäumen mit Siebträger

    Die Dampflanze sollte sofort nach jedem Schäumvorgang gereinigt werden. Wird das Dampfventil zugedreht, entsteht ein Unterdruck. Dadurch wird etwas Milch in die Lanze gesaugt. Deshalb bläst man noch einmal etwas Dampf nach dem Schäumvorgang durch. Falls du es vergisst, legen sich Milchreste in die Innenwand der Lanze. Von außen wird die Lanze mit einem feuchten Schwammtuch abgewischt. Somit verhinderst du, dass Milchrückstände fest trocknen. Diese lassen sich schwerer entfernen. Tipp: Reinige Milchschaumkännchen und Dampflanze sofort nach Gebrauch, um hartnäckige Milchrückstände zu vermeiden.

    Milch aufschäumen – weitere Methoden

    Aus der Sicht von barista-passione.de entsteht der perfekte Milchschaum mit der Dampflanze einer Siebträgermaschine. Dieser ist besonders cremig und feinporig und eignet sich ideal für Latte Art. Aber nicht jeder hat eine Siebträgermaschine mit Dampflanze zu Hause und nicht jeder benötigt täglich Milchschaum. Daher bietet es sich an, einen separaten Milchaufschäumer anzuschaffen. Es gibt verschiedene Arten von Milchaufschäumer, die recht passablen Milchschaum herstellen können. Es fängt bei dem günstigen Stabquirl an und geht hin bis zum hochpreisigen Designermodell. Einige Milchaufschäumer werden manuell betrieben und einige bedienen sich modernster Technik. Die Auswahl in den Geschäften und im Online-Handel ist enorm. Aber eins steht fest, egal für welche Art von Milchaufschäumer du dich entscheidest, du kannst damit deine Lieblingskaffeespezialiät auch zu Hause zubereiten. Ein guter Milchaufschäumer kann dir ein treuer Begleiter sein und wird dir und deinen Gästen luftige Freude im Gaumen bereiten.

    Wir stellen dir im folgenden Abschnitt weitere Methoden vor, mit denen du in den eigenen vier Wänden Milch aufschäumen kannst. Es handelt sich um Stab-, manuelle, elektrische und Milchaufschäumer.

    Milch aufschäumen mit Quirl

    Ein Quirl oder batteriebetriebener Stab-Milchaufschäumer ist sehr beliebt. Diese Milchaufschäumhilfen sind klein, handlich und praktisch. Sie lassen sich in fast jeder Küchenschublade verstauen. Es gibt sie schon für sehr kleines Geld zu kaufen und manche Discounter oder Restposten-Shops bieten sie sogar an.

    Ein Quirl-Milchaufschäumer besteht aus einem Griff. Dieser Griff bildet auch das Gehäuse, in dem die Batterie und der Motor untergebracht sind. Zu dem gehört noch ein rotierender Stab mit einer Aufschäumspirale am Ende. Per Knopf am Gehäuse wird der Stab gestartet. Der Milchaufschäumer Stab wird entweder direkt in einem mit warmer Milch befüllten Topf, Tasse oder Glas gehalten. Wichtig dabei ist, dass die Aufschäumspirale vollständig in die Milch eintaucht. Ansonsten spritzt die Milch heraus.

    Ein Stab-Milchaufschäumer ist besonders gut für diejenigen geeignet, die sich nur ab und an Milch aufschäumen möchten. Unser Tipp: ScanPart Milchaufschäumer. Dieser ist batteriebetrieben, einfach zu bedienen und hat einen günstigen Preis.

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    Milch aufschäumen mit Stabmixer

    Falls du keinen speziellen Milchaufschäumer zu Hause hast und auch keinen kaufen möchtest, dann gibt es noch andere Möglichkeiten. Fast jeder Haushalt hat heutzutage einen Stabmixer oder Zauberstab. Auch damit kann Milch aufgeschäumt werden. Dafür wird zunächst die Milch in einem Topf erwärmt. Die Milch darf nicht zu heiß werden. Bitte nur auf maximal 70 ° Celsius erwärmen. Anschließend einfach den Stabmixer leicht in die Milch eintauchen und mit der niedrigsten Stufe starten. Um die gewünschte Konsistenz zu erhalten, brauchst du etwas Geduld. Allerdings bleibt zu erwähnen, dass sich nicht jeder Stabmixer dafür eignet. Daher solltest du dich unbedingt vor Benutzung über die Eignung zum Milch aufschäumen informieren.

    Milch aufschäumen mit einem elektrischen Milchaufschäumer

    Sehr komfortabel ist die Nutzung von elektrischen Milchaufschäumern. Alle Arbeitsgänge sind in einem Gerät vereint. Per Knopfdruck entsteht der Milchschaum. Lediglich die Milch muss per Hand eingefüllt werden und der Rest passiert automatisch. Die Milch wird erwärmt und aufgeschäumt. Es gibt preislich große Unterschiede und auch in der Qualität. Wichtig ist es, ein Gerät zu finden, mit dessen Ergebnis du zufrieden bist.

    Milch aufschäumen mit einem Induktions-Milchaufschäumer

    Die Milch wird im Gegensatz zu den einfachen elektrischen Milchschäumern mit moderner Induktionstechnologie erwärmt. Viele Induktions-Milchaufschäumer können neben warmen Milchschaum auch kalten Milchschaum zubereiten. Die Reinigung ist bei Induktions-Milchaufschäumern oft sehr einfach. Wir haben können dir den Severin SM 9684 Milchaufschäumer empfehlen. Hier findest du unseren Severin SM 9684 Milchaufschäumer Test.

    Milch aufschäumen mit Hand-Milchaufschäumer

    Milchaufschäumer, die aus einem Glasbehälter und einem Deckel mit Sieb bestehen, ist Handarbeit gefragt. Zuerst wird die Milch in den Glasbehälter gefüllt und auf der Herdplatte bis maximal 70 ° Celsius erwärmt. Die Milch darf auf keinen Fall kochen. Anschließend wird Mithilfe eines Siebes durch schnelle manuelle Auf- und Abbewegungen Luft in die Milch eingemischt. Ein Vorteil eines Hand-Milchaufschäumers ist, dass er keine Batterien benötigt, die beim Quirl regelmäßig gewechselt werden müssen.

    Der Milchschaum mit einem Hand-Milchaufschäumer gelingt ganz zuverlässig. Das Ergebnis ist sogar so gut, dass der Milchschaum für Latte Art verwendet werden kann. Solche Milchaufschäumer gibt es zum Beispiel von Bodum

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    Empfehlen können wir dir auch das Modell von Bialetti.

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    • Antihaftbeschichtet
    • doppelter, feinmaschiger Milchaufschäumsiebeinsatz
    • Spülmaschinengeeignet
    • Füllmenge 1 Liter

    Milch aufschäumen mit Thermomix

    Milch kann auch im Thermomix ganz bequem aufgeschäumt werden. Dafür wird der Rühraufsatz eingesetzt. Es geht aber auch ohne Aufsatz. Die kalte Milch muss einfach in den Mixtopf gegeben und für ca 3 auf Stufe 3-4 aufgeschlagen werden. Anschließend wird der kalte Schaum für 2-3 Minuten bei Stufe 2 auf 70 ° Celsius erwärmt. Hast du keine kalte Milch zur Hand, dann gebe zu erst 1-2 Eiswürfel in den Mixtopf und zerkleinere sie bei Stufe 10 für 10 Sekunden. Anschließend wird die Milch hinzugefügt.

    Milch aufschäumen ohne Milchaufschäumer

    Der Kreativität sind grundsätzlich keine Grenzen gesetzt – so auch in Bezug auf Milchschaum.

    Die Schüttel-Methode: Die Milch wird in ein geschlossenes Gefäß gegeben und kräftig für 1 -2 Minuten durchgeschüttelt. Anschließend wird die Milch in der Mikrowelle erwärmen. Aber wirklich nur erwärmen und nicht kochen. Dadurch wird der Geschmack und der Schaum zerstört.

    Die Schneebesen-Methode: Bei dieser Methode musst du die kalte Milch kräftig mit einem Schneebesen schlagen und anschließend erwärmen. Alternativ kannst du die Milch mit einem Schneebesen schaumig schlagen, während diese in einem Topf auf der Herdplatte erhitzt wird.

    Diese zwei Methoden sind in unseren Augen allerdings nur Notlösungen. Bei uns im Urlaub kam auch schon die Schneebesen-Methode zum Einsatz.

    Wir wünschen dir viel Spaß beim Ausprobieren.

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    Erstellt am: 06. September 2017

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