Ob als Muntermacher am Morgen, als Begleiter über den Tag verteilt oder als Absacker nach einem guten Essen – ein Espresso und seine Variationen bietet Genussmenschen ein kleines Häppchen Lebensfreude in vielen Situationen des Alltags. Es gibt bei den verschiedenen Kaffeespezialitäten deutliche Unterschiede im Geschmack, in den Mengenverhältnissen, in der Optik und in der Zubereitungsart.

Es gibt Kaffeespezialitäten mit und ohne Milch. Und auch die Milchverhältnisse variieren von Spezialität zu Spezialität. Der Blick in die Karte in einem Café kann einen mit den vielen Bezeichnungen wie Flat White, Caffè Latte, Americano, Doppio, Ristretto & Co. erschlagen. Damit du die Unterschiede besser verstehst, stellen wir dir in diesem Artikel die populärsten Kaffeespezialitäten vor. Das bietet dir eine gute Grundlage, um die Spezialitäten auch zu Hause zuzubereiten.

Vorbemerkungen

Es wichtig zu wissen, dass es bei den vielen Rezepten nicht die absolute Wahrheit gibt. Unter Kaffeespezialisten kann ein Gramm Unterschied bereits zu einer heißen Diskussion führen. Die von uns vorgestellten Mengenangaben sind lediglich Empfehlungen und sollen dir als grobe Orientierung bei der Zubereitung dienen. Die von dir eingesetzten Mengen sind vor allem abhängig von deinem persönlichen Geschmack. Natürlich spielen auch die verwendeten Espressobohnen, die Espressomaschine und die Espressomühle eine wichtige Rolle bei der Zubereitung von Kaffeespezialitäten.

Unsere Empfehlung ist, die Zubereitung der einzelnen Getränke so lange auszuprobieren, bis du deine Lieblingsrezeptur gefunden hast. Daher sind Abweichungen von den gängigen Rezepten erlaubt. Wir möchten dich sogar dazu ermutigen, mit verschiedenen Mengenangaben zu experimentieren.

Damit das Ergebnis in der Tasse richtig gut wird, raten wir grundsätzlich dazu, immer ganze Bohnen mit einer entsprechenden Mühle frisch zu mahlen und eine Siebträgermaschine zu verwenden. Damit steigerst du die Qualität deines Lieblingsgetränks um ein Vielfaches. Und das ist genau das, was wir uns für dich wünschen: Die beste Qualität in deinen eigenen vier Wänden.

Kaffeespezialitäten ohne Milch

Kaffeespezialität: Espresso – der italienische „Caffè“


Ein guter Espresso ist ein Phänomen. Aus einer winzigen Tasse trinkt man ein bis drei Schlückchen und es hinterlässt eine vielfältige Geschmackswirkung. Das Aroma ist sehr intensiv und lässt sich nicht in nur zwei Sätzen beschreiben.

Die Zubereitungsart findet seine Heimat in Mailand. Die italienische Spezialität wird in seinem Ursprungsland ganz schlicht „Caffè“ genannt. Das Besondere an diesem Getränk ist seine spezielle Zubereitung mit einer Siebträgermaschine: erhitztes Wasser wird unter hohem Druck durch fein gemahlenes Kaffeemehl gepresst. Durch den hohen Druck werden viele ätherische Öle gelöst. Dadurch entsteht ein kraftvolles und sehr aromatisches Getränk. Da dieses Kaffeespezialität etwas Besonderes ist, wird es von einer goldbraunen samtigen Haube, der „Crema“, gekrönt. Die Schaumschicht hat großen Anteil an dem Aroma des konzentrierten Kaffees. Die Qualität der Crema ist allerdings je nach Röstung und Mischung der Kaffeebohnen unterschiedlich. Ein Espresso wird gerne mit Zucker getrunken. Allerdings empfehlen wir, den “kleinen Braunen” ohne Zucker zu genießen. Nur ohne Zucker offenbaren sich alle Nuancen.

Der einfache Espresso wird auch gerne mal Single Shot oder Espresso Shot genannt.

Eckdaten für die Zubereitung

Angaben
ZubereitungSiebträgermaschine
Menge Espressobohnen7 Gramm
Füllmenge25 ml ± 2,5 ml
Brühzeit25 sec ± 2,5 sec
Wassertemperatur88 – 94 °C
Wasserdruck9 bar
Milchmenge0 ml

Tipp: Espresso bildet die Basis für viele verschiedene Kaffeespezialitäten. Die richtige Zubereitung will gelernt sein. Daher haben wir für dich einen umfassenden Artikel über das Thema Espresso geschrieben.

Kaffeespezialität: Doppelter Espresso – ein Caffè Doppio

Wenn du einen Espresso in doppelter Hinsicht genießen möchtest, dann solltest du dir einen „Caffè Doppio“ zubereiten. Zum einen beinhaltet diese Kaffeespezialität doppelt soviel Koffein und zum anderen doppelt so viele Schlücke, um ihn zu genießen. Für die Zubereitung verdoppelt man lediglich die Mengen eines normalen Espressos.

Eckdaten für die Zubereitung

WasAngaben
ZubereitungSiebträgermaschine
Menge Espressobohnen14 Gramm
Füllmenge50 – 60 ml
Brühzeit25 – 30 sec
Wassertemperatur88 – 94 °C
Wasserdruck9 bar
Milchmenge0 ml

Kaffeespezialität: Caffè Ristretto


Wer es etwas kräftiger im Geschmack mag, der sollte einmal eine intensivere Kaffeespezialität – einen Ristretto – ausprobieren. Der Ristretto hat einen kräftigeren Körper als ein klassischer Espresso und ist eine echte aromatische Geschmacksbombe im Mund. Ristretto bedeutet übersetzt “begrenzt”. Dies spiegelt sich in der verwendeten Wassermenge wieder. Für einen Ristretto wird im Vergleich zu einem Espresso nur etwa die Hälfte der Menge an Wasser benötigt. Dadurch ergibt sich auch eine kürzere Durchlaufzeit. Die Menge des Kaffeepulvers ist allerdings identisch. Das Ergebnis ist ein sehr stark konzentrierter und noch aromatischer kurzer Espresso.

Der Ristretto wird daher auch als „verkürzter Espresso“ bezeichnet. Das Aroma ist weniger bitter als bei einem herkömmlichen Espresso. Der Grund dafür ist, dass die Kontaktzeit mit dem Kaffeemehl kürzer ist. Die Bitterstoffe entstehen erst zum Ende der klassischen Extraktionszeit von 25 bis 30 Sekunden.

Die Bohnen sollten etwas feiner als beim Espresso gemahlen werden. Dadurch wird in der kurzen Extraktionszeit das intensive Aroma aus den Bohnen herausgekitzelt. Wie viel Wasser letztendlich für den kurzen Espresso verwendet wird, hängt vom eigenen Geschmack ab.

Eckdaten für die Zubereitung

Angaben
ZubereitungSiebträgermaschine
Menge Espressobohnen7 Gramm
Füllmenge15 – 20 ml
Brühzeit15 sec
Wassertemperatur88 – 94 °C
Wasserdruck9 bar
Milchmenge0 ml

Kaffeespezialität: Doppelter Ristretto

In einer Espressotasse sind 15 ml Ristretto nur eine kleine Menge an Flüssigkeit. Genau genommen sind 15 ml nur ein Schluck. Daher gibt es noch eine weitere Variante, nämlich einen Doppio Ristretto (Doppelter Ristretto). Für einen doppelten Ristretto wird die doppelte Menge an Kaffeemehl verwendet (14 g bis 20 g) und in etwa 30 – 40 ml extrahiert. Die Bohnen sollten etwas feiner als beim Espresso gemahlen werden.

Eckdaten für die Zubereitung

Angaben
ZubereitungSiebträgermaschine
Menge Espressobohnen14 – 20 Gramm
Füllmenge30 – 40 ml
Brühzeit25 – 30 sec
Wassertemperatur88 – 94 °C
Wasserdruck9 bar
Milchmenge0 ml

Kaffeespezialität: Caffè Lungo


Falls du es nicht so stark im Geschmack magst, dann ist eventuell ein Lungo genau das Richtige für dich. Übersetzt aus dem italienischen bedeutet Lungo „lang“. Das Wort „lang“ steht dafür, dass bei dieser Kaffeespezialität doppelt soviel Flüssigkeit wie bei einem klassischen Espresso extrahiert wird. Dadurch entsteht eine milde Espresso-Variation mit einem schlankeren Körper.

Grundsätzlich ist die Zubereitung wie beim Espresso. Es gibt aber einen entscheidenden Unterschied: Die Durchlaufzeit ist beim Lungo länger als beim Espresso. Durch eine längere Kontaktzeit des Wassers mit dem Kaffeepulver werden andere Aromen freigesetzt im Vergleich zu Varianten mit kürzerer Kontaktzeit.

Aus der längeren Brühzeit resultiert, dass ein Lungo nicht so stark ist. Allerdings ist das Getränk etwas bitterer im Geschmack. Um geschmacklich ein nicht zu bitteres Ergebnis zu bekommen, lohnt es sich, verschiedene Espressosorten für die verlängerte Variante des Espressos auszuprobieren. Bei manchen Espressobohnen können Bitterstoffe durch bestimmte Aromastoffe geschmacklich verdrängt werden. Für den Lungo empfehlen wir, heller geröstete Espressobohnen zu verwenden. Zudem sollten die Bohnen etwas gröber als bei einem Espresso gemahlen werden, um eine Überextraktion zu vermeiden. Ist das Pulver nämlich sehr fein, schmeckt der Lungo oft sehr bitter.

Eckdaten für die Zubereitung

Angaben
ZubereitungSiebträgermaschine
Menge Espressobohnen7 Gramm
Füllmenge50 – 70 ml
Brühzeit50 – 60 sec
Wassertemperatur88 – 94 °C
Wasserdruck9 bar
Milchmenge0 ml

Kaffeespezialität: Caffè Americano


Es gibt noch eine weniger intensivere Variante des Espressos, den Caffè Americano. Wenn man der Geschichte Glauben schenkt, so verdankt diese Kaffeespezialität den amerikanischen Soldaten, die im zweiten Weltkrieg in Italien stationiert waren, seinen Namen. Der Espresso war ihnen geschmacklich zu intensiv. Deshalb haben sie das Getränk mit heißem Wasser verlängert. Dies war die Geburtsstunde für den Caffè Americano.

Bei dieser Kaffeespezialität wird der Espresso mit heißem Wasser verdünnt. Dadurch ist die Intensität des Espressos abgemildert, verliert aber nicht seinen charakteristischen Geschmack. Das Wasser sollte nicht kochen und eine Temperatur von etwa 90 Grad haben. Das Ergebnis ähnelt von der Stärke her einem Filterkaffee und geschmacklich einem sehr milden Espresso.

Es gibt für einen Americano kein festgelegtes Mischungsverhältnis zwischen heißem Wasser und Espresso. Das ist reine Geschmackssache. Allerdings bietet folgendes Maß eine erste gute Orientierung: auf ein Teil Espresso kommen drei Teile heißes Wasser. Genauer gesagt kommen auf 25 – 30 ml Espresso – je nach Geschmack – etwa 90 ml heißes Wasser. Verwende zu Beginn etwa 50 bis 60 ml heißes Wasser und dann taste dich langsam an das richtige Mischverhältnis heran. Erhöhe die Wassermenge je nach Geschmack. Es gibt zwei Möglichkeiten, den Americano zuzubereiten:

Möglichkeit 1: Das Wasser wird zuerst in die Tasse gefüllt. Anschließend wird ein Single Shot oder ein doppelter Espresso darauf gegossen. Bei dieser Zubereitungsvariante schwimmt die Crema oben drauf. Das sieht optisch auch schön aus.

Möglichkeit 2: Alternativ wird zuerst der Espresso in die Tasse gefüllt. Danach kommt das heiße Wasser zum Espresso dazu. Die Crema wird beim Eingießen des Wassers etwas zerstört und vermengt sich mit dem eigentlichen Espresso. Dadurch schmeckt der Americano etwas bitterer. Grund dafür ist, dass klitzekleine Kaffeemehlstückchen, die in der Crema sind, das Getränk bitterer machen. Die restliche Crema kann nun mit einem Löffel abgenommen werden. Entfernst du die Crema auf dem Americano, wird der Geschmack sanfter.

Test: Zum Vergleich kannst du die Crema eines puren Espressos mit der Crema eines Americanos vergleichen. Der geschmackliche Unterschied ist schon auffällig.

Eckdaten für die Zubereitung

Angaben
Zubereitung/a>Siebträgermaschine
Menge Espressobohnen7 Gramm
Füllmenge Espresso25 – 30 ml
Brühzeit25 sec
Wassertemperatur88 – 94 °C
Wasserdruck9 bar
Zusätzliche Wassermeng90 – 120 ml heißes Wasser
Milchmenge0 ml

Tipp: Weitere Informationen zu diesem Getränk findest du in unserem Artikel Cafe Americano zubereiten.

Kaffeespezialitäten mit Milch

Kaffeespezialität: Espresso Macchiato – Caffè Macchiato

Der Espresso Macchiato hat mittlerweile außerhalb Italiens an großer Beliebtheit gewonnen. In Italien selbst wird diese Kaffeespezialität entweder Caffè Macchiato oder einfach nur Macchiato genannt.

Bei dieser kleinen Köstlichkeit wird der Espresso mit einem Hauch Milch verfeinert. Mit einem Teelöffel wird ein Klecks Milchschaum mittig auf den Espresso gegeben. Dadurch sieht der Espresso befleckt aus und genau das bedeutet auch das Wort Macchiato. Der Espresso kann auch ganz mit einer kleinen Milchschaumhaube bedeckt werden. Dafür werden etwa zwei bis drei Teelöffel Milchschaum verwendet. Das sieht für Gäste besonders schön aus.

Ein Rezept für die richtige Mischung zwischen Kaffee und Milch gibt es eigentlich nicht. Hauptsache der Espressoanteil ist größer als der Milchanteil und das Getränk wird in einer kleinen Tasse oder in einem kleinen Glas serviert. Schätzungsweise wird Espresso mit etwa 10 – 15 ml Milchschaum verfeinert. Die Milch verfeinert den Espresso und unterstreicht durch den Fettanteil seine verschiedenen Aromen.

Eckdaten für die Zubereitung

Angaben
ZubereitungSiebträgermaschine
Menge Espressobohnen7 Gramm
Füllmenge25 ml ± 2,5 ml
Brühzeit25 sec ± 2,5 Sekunden
Wassertemperatur88 – 94 °C
Wasserdruck9 bar
Milchmenge10 – 15 ml

Kaffeespezialität: Espresso con panna

Eine Abwandlung zum Espresso Macchiato ist ein Espresso con panna. „Con panna“ bedeutet auf italienisch „mit Sahne“. Bei dieser Kaffeespezialität wird auf einem Single Shot oder auf einem doppelten Espresso ein Esslöffel geschlagene Sahne gegeben. Das ergibt eine schöne Schlagsahnenhaube.

Eckdaten für die Zubereitung

WasAngaben
ZubereitungSiebträgermaschine
Menge Espressobohnen7 Gramm
Füllmenge25 ml ± 2,5 ml
Brühzeit25 sec ± 2,5 sec
Wassertemperatur88 – 94 °C
Wasserdruck9 bar
Sahne10 – 15 ml (steif geschlagen)
Milchmenge0 ml

Kaffeespezialität: Café Cortado

Die entsprechende spanische Variante zu einem Espresso Macchiato heißt Café Cortado.
Die Basis für diese Kaffeespezialität bildet ein traditioneller Espresso, der mit ein wenig heißer, aufgeschäumter Milch aufgegossen wird. Genauer gesagt liegt ein Cortado geschmacklich zwischen einem Caffè Macchiato und einem Cappuccino. Es werden rund 25 ml Espresso mit etwa 30 – 40 ml aufgeschäumter Milch kombiniert. Serviert wird ein Café Cortado in einem Glas, dessen Fassungsvermögen weniger ist als bei einer Cappuccinotasse.

Eckdaten für die Zubereitung

Angaben
ZubereitungSiebträgermaschine
Menge Espressobohnen7 Gramm
Füllmenge25 ml ± 2,5 ml
Brühzeit25 sec ± 2,5 sec
Wassertemperatur88 – 94 °C
Wasserdruck9 bar
Milchmenge30 – 40 ml

Kaffeespezialität: Cappuccino


Für die meisten Italiener beginnt der Tag mit einer schönen Tasse Cappuccino. Es ist nur verständlich, dass diese Kombination aus Kaffee und heißer Milch in aller Welt seine Fans gefunden hat. Der vollmundige Geschmack am Morgen erweckt die müden Lebensgeister. Auch wir sind richtige Cappuccino-Liebhaber geworden und zelebrieren jeden einzelnen Arbeitsschritt.

Video: Cappuccino zubereiten

Seinen Ursprung hat der Cappuccino angeblich in Österreich und nicht in Italien. In Österreich heißt diese Kaffeespezialität Kapuziner und stammt aus der Wiener Kaffeehauskultur. Die Basis eines Kapuziners bildet ein kleiner Mokka, der mit einem Sahnehäubchen (Schlagobers) bedeckt wird. Dadurch bekommt der Kaffee die Farbe einer Kapuzinerkutte. Die Italiener haben dann mit ihren Espressomaschinen ihre eigene Kaffeespezialität daraus gemacht.

Serviert wird das Getränk in einer flachen und bauchigen Tasse. Ideal ist, wenn die Tasse aus Porzellan besteht und ein Volumen von ca. 150 – 180 ml hat.

Der Cappuccino besteht aus einem Espresso, heißer Milch und Milchschaum. Die geschmackliche Harmonie zwischen diesen drei Komponenten ist das Besondere an dieser Kaffeespezialität. Sind die Anteile gut aufeinander abgestimmt, hat man ein samtiges Mundgefühl. Um dies zu erreichen, wird feiner Mikroschaum verwendet. Mikroschaum gleicht in seiner Konsistenz an halb geschlagener Sahne und hat nur winzig kleine, gleichmäßig verteilte Luftbläschen. Durch eine spezielle Schäumtechnik mit der Dampflanze einer Espressomaschine entsteht eine durchweg homogene und glänzende Schaumkonsistenz.

Tipp: Weitere Informationen zu dem Thema haben wir für dich unter in unserem Artikel Milch aufschäumen aufbereitet.

Zubereitung:
Die Grundlage für einen Cappuccino bildet ein frisch gebrühter einfacher Espresso, der direkt in die Tasse gebrüht wird. Im Anschluss daran wird der Milchschaum geschäumt und dann in den Espresso so eingegossen, dass sich die Crema mit einem Teil der Milch verbindet. Der restliche Teil taucht an die Oberfläche und bildet eine etwa 1 cm dicke weiße Schaumkrone. Diese Schaumkrone kann sich über den Tassenrand hinaus wölben. Das verleiht dem Cappuccino sein charakteristisches Aussehen. Die Herausforderung ist, den Mikroschaum so in den Espresso einzugießen, dass zwischen Tasse und Milchschaumschicht ein Crema-Rand stehen bleibt. Dann schmeckt der erste Schluck auch wirklich nach Espresso.

Der cremige Milchschaum bietet auch die Möglichkeit, den Kaffee mit einem schönen Muster zu verzieren. Die Kunst, Motive auf Kaffee den Kaffee zu zeichnen, heißt Latte Art.

Es ist Geschmackssache, ob der Cappuccino noch gesüßt wird oder, ob das Getränk noch mit Kakaopulver verziert wird. Wir mögen diese Kaffeespezialität am liebsten pur und genießen das Lebensgefühl von Dolce Vita.

Tipp: Wenn du mehr darüber wissen willst, dann lies unseren umfangreichen Artikel zum Thema Cappuccino zubereiten.

Eckdaten für die Zubereitung

Angaben
ZubereitungSiebträgermaschine
Menge Espressobohnen7 Gramm
Füllmenge25 ml ± 2,5 ml
Brühzeit25 sec ± 2,5 sec
Wassertemperatur88 – 94 °C
Wasserdruck9 bar
Milchmenge70 – 80 ml
Tassenvolumen150 – 180 ml

Kaffeespezialität: Caffè Latte


Der Caffè Latte ist in Italien ebenfalls ein Frühstücksklassiker. Diese Kaffeespezialität hat sich international ausgebreitet und findet in aller Welt genussvolle Anhänger. Übersetzt bedeutet Caffè Latte einfach nur „Kaffee und Milch“. Häufig wird das Getränk in einem Glas serviert, das ein Füllvolumen von 220 – 260 ml hat. Natürlich kann der Caffé Latte auch aus einer entsprechenden Tasse genossen werden.

Die Grundlage eines Caffè Latte bildet ein einfacher Espresso. Je nach Geschmack kann als Basis auch ein doppelter Espresso oder ein Lungo verwendet werden. Der Unterschied zum Cappuccino besteht darin, dass diese Kaffeespezialität aus einem höheren Anteil Milch und einem geringeren Anteil an Milchschaum besteht. Dadurch ist Schichtung der Komponenten etwas anders. Das Getränk bekommt dadurch einen etwas milderen Geschmack.

Eckdaten für die Zubereitung

Angaben
ZubereitungSiebträgermaschine
Menge Espressobohnen7 Gramm
Füllmenge25 ml ± 2,5 ml
Brühzeit25 sec ± 2,5 sec
Wassertemperatur88 – 94 °C
Wasserdruck9 bar
Milchmenge210 ml
Glasvolumen240 ml

Zubereitung:
Der Espresso wird wie gewohnt aufgebrüht. Es kann sein, dass das ausgewählte Glas nicht unter den Siebträger passt. Daher macht es Sinn, den Espresso zunächst in ein anderes Gefäß zu brühen und dann in ein Glas umzufüllen. Anschließend wird Milch aufgeschäumt. Die Aufschäumtechnik ist die gleiche wie bei einem Cappuccino mit dem Unterschied, dass die Ziehphase etwas kürzer als bei der Zubereitung eines Cappuccinos ist. Die Konsistenz ist dadurch ein flüssig-cremiger Milchschaum.

Bei einem Caffè Latte wird also mehr heiße Milch benötigt als bei einem Cappuccino. Die dafür verwendete Milchmenge hängt vom Volumen des Glases ab, beträgt aber ca. 210 ml. Die aufgeschäumte Milch wird auf den Espresso gegossen. Idealerweise bildet sich dabei auf der Oberfläche eine etwa 5 mm dicke Schaumschicht. Auch bei einem Caffè Latte werden gerne durch die spezielle der Eingießtechnik Motive auf der Oberfläche gezaubert.

Tipp: Weitere Informationen über den Caffè Latte haben wir für dich in unserem Artikel “Caffè Latte zubereiten” zusammengestellt.

Kaffeespezialität: Flat White


Vielleicht ist dem einen oder anderen bereits ein „Flat White“ untergekommen. Auf Deutsch bedeutet Flat White „flacher Weißer“. Interpretieren kann man in den Namen, dass der Inhalt des Getränks flach mit dem Tassenrand abschließt.

Es ist nicht ganz klar, ob das Rezept für diese Kaffeespezialität ursprünglich aus Australien oder Neuseeland stammt. Einen Flat White gibt es in verschiedene Variationen, und es existieren viele verschiedene Meinungen für das richtige Rezept. Auf jeden Fall ähnelt diese Kaffeespezialität einem Cappuccino. Der auffälligste Unterschied im Vergleich zum Cappuccino liegt darin, dass ein Flat White einen intensiveren Kaffeegeschmack und eine geringere Milchschaumschicht aufweist. Der intensive Kaffeegeschmack rührt daher, dass entweder ein doppelter Espresso oder ein Ristretto die Kaffeebasis bildet. Es gibt Baristi, die auch einen doppelten Ristretto verwenden. Der Milchschaum ähnelt von der Konsistenz dem Caffè Lattes. Der Schaum ist leicht cremig und dabei noch recht flüssig.

Zubereitung
Die Kaffeebasis wird direkt in die vorgewärmte Tasse gebrüht. Serviert wird ein Flat White in einer flachen und bauchigen Tasse, die idealerweise aus Porzellan besteht. Die Tasse sollte ein Volumen von 180 ml bieten. Die verwendete Milchmenge liegt zwischen 100 bis 150 ml. Die Aufschäumtechnik ist die gleiche wie bei einem Cappuccino mit dem Unterschied, dass die Ziehphase etwas kürzer als bei der Zubereitung eines Cappuccinos ist. Die Konsistenz ist dadurch ein flüssig-cremiger Milchschaum.

Die Schaumschicht sollte idealerweise nicht größer als 5 mm dick sein. Beim Flat White schließt diese Schaumschicht mit dem Tassenrand ab und wölbt sich nicht in die Höhe hinaus. Auch beim Flat White kann durch eine spezielle Eingießtechnik tolle Muster auf der Oberfläche entstehen. Diese Kaffeekunst wird Latte Art genannt.

Eckdaten für die Zubereitung

Angaben
ZubereitungSiebträgermaschine
Menge Espressobohnen14 Gramm
Füllmenge50 – 25 ml
Brühzeit25 – 30 sec
Wassertemperatur88 – 94 °C
Wasserdruck9 bar
Milchmenge100 – 150 ml
Tassenvolumen180 ml

Tipp: Ein paar weitere Details zum Flat White findest du in unserem Artikel Flat White zubereiten.

Kaffeespezialität: Latte Macchiato


Der Latte Macchiato gehört neben einem Cappuccino zu den beliebtesten Kaffeespezialitäten in deutschen Cafés. Aus dem italienischen übersetzt bedeutet Latte Macchiato „befleckte Milch“. Der Name drückt genau das aus, was diese Kaffeespezialität ausmacht: weiße Milch, die stellenweise braun gefleckt ist. Zudem beschreibt der Name auch das Verhältnis zwischen Espresso zu Milch. Viel geschäumte warme Milch mit Espresso. Das besondere an diesem Getränk ist der mehrschichtige Aufbau. Die unterste Schicht besteht aus heißer Milch, in der Mitte ist Espresso und die oberste Schicht ist fester Milchschaum. Der Schichteneffekt kommt in einem hohen Glas am besten zur Geltung. Um das zu erreichen, ist die Reihenfolge der Arbeitsschritte einzuhalten.

Zubereitung:
Bei der Zubereitung wird zuerst die Milch aufgeschäumt. Anders als bei einem Cappuccino wird fester Milchschaum benötigt. Daher ist die Ziehphase etwas länger. Zuerst wird die Milch in ein Glas gefüllt bis es etwa ¾ voll ist. Beim Einschenken der heißen Milch wird der Schaum zu Beginn mit einem Löffel zurückgehalten. Anschließend wird der feste Milchschaum darauf geschichtet. Aufgrund des hohen Luftanteils im Schaum bleibt dieser als oberste Schicht im Glas stehen. Nach dem Aufschäumen der Milch wird der Espresso frisch zubereitet.

Am besten ist es, den Espresso in einem kleinen Edelstahlkännchen mit Ausgusstülle aufzubrühen. Dadurch kann der Espresso treffsicher in den Milchschaum gegossen werden. Während der Espressozubereitung kühlt die Milch etwas ab und der Milchschaum trennt sich von der Milch. Es entstehen zwei Schichten. Nun wird der Espresso langsam in das Glas gegossen. Er fließt durch die Schaumschicht hindurch und sammelt sich auf der warmen Milch. Wichtig ist, dass der Espresso heiß und die Milch schon etwas abgekühlt ist. Nur dann bleibt der Espresso mittig zwischen warmer Milch und Milchschaum stehen. Abschließend wird noch etwas fester Milchschaum aufgefüllt.

Tipp: Wenn du mehr darüber wissen willst, dann lies unseren umfangreichen Artikel zum Thema Latte Macchiato.

Eckdaten für die Zubereitung

Angaben
ZubereitungSiebträgermaschine
Menge Espressobohnen7 Gramm
Füllmenge25 ml ± 2,5 ml
Brühzeit25 sec ± 2,5 sec
Wassertemperatur88 – 94 °C
Wasserdruck9 bar
Milchmenge150 – 250 ml
Glasvolumenbis zu 300 ml

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    Erstellt am: 06. September 2017

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