kaffeebohnen-test

Am Morgen brauche ich meinen Kaffee, um den Tag entspannt zu beginnen. Doch schon früh ist mir aufgefallen, dass es gigantische Unterschiede zwischen den verschiedenen Kaffeesorten sowie -varianten gibt. Also habe ich mich aufgemacht, die Welt des Heißgetränks zu erkunden. Heute möchte ich dir zeigen, worauf es bei der perfekten Kaffeebohne ankommt. Das erwartet dich in meinem ultimativem Kaffeebohnen-Ratgeber inkl. Kaffeebohnen Test.

Was sind Kaffeebohnen?

Beginnen wir ganz von vorne, denn was ist überhaupt eine Kaffeebohne? Es handelt sich um die Samen der Kaffeepflanze, sodass es aus botanischer Sicht überhaupt keine Bohne ist. Der Name lässt sich auf die arabische Übersetzung zurückführen, denn dort wird jene als „Kaffee“ und „Beere“ bezeichnet.

Schaust du dir die Pflanze einmal genauer an, bemerkst du die kirschenähnlichen Steinfrüchte, welche meist zwei Steinkerne beinhalten. Genau diese Steinkerne werden anschließend zu unseren Kaffeebohnen. Im Steinkern der Pflanze ist auch der Großteil der Nährstoffe enthalten sowie eine Koffeinmenge von etwa 0,8 bis 2,5 Prozent, abhängig von der Sorte.

Darum sind gute Kaffeebohnen für den perfekten Kaffee so wichtig

Du könntest dich natürlich für irgendein Getränk aus dem Supermarkt entscheiden, doch ich rate dir davon ab. Gute Kaffeebohnen machen einen großen Unterschied, in erster Linie im Geschmack. Je hochwertiger die Bohnen sind, desto feiner, komplexer und vollmundiger ist das Aroma.

Preis für gute Kaffeebohnen

Der Preis für das Produkt hängt von den Kaffeebohnen Sorten ab. Das bedeutet, es gibt durchaus günstige Vertreter, die einen guten Geschmack, eine elegante Vollmundigkeit und einen hohen Nährstoffgehalt bieten. Nach oben gibt es aber beinah keine Grenzen, wobei ich dir einen Tipp mit auf den Weg geben möchte: Für den Kaffeebohnen Testsieger musst du nicht immer viel Geld investieren.

Der Großteil der Top-Kaffees bewegt sich zwischen 30 und 60 Euro pro Kilogramm. Ich habe in den letzten Jahren über 100 verschiedene Kaffeebohnen getestet. Eine Auswahl von meiner Meinung nach sehr guten Kaffeebohnen habe ich dir hier aufgelistet:

Public Coffee Roasters, Hamburg*

Erste Tegernseer Kaffeerösterei, Kreuth*

Rösttrommel Kaffeerösterei, Nürnberg*

roestbar, Münster*

Hoppenworth & Ploch, Frankfurt*

Supremo Kaffee, Unterhaching*


Woran erkennst du gute Kaffeebohnen?

Kauf nicht irgendwelche Bohnen, sondern schau dir jene ganz genau an. In erster Linie sollte es sich um ganze Bohnen handeln. Mahlst du sie im Anschluss, wird das Getränk wesentlich intensiver und vollmundiger. Bei Pulver geht das Aroma schnell verloren.

Achte zudem darauf, dass eine Gleichmäßigkeit vorliegt. Das bedeutet, eine Bohne muss wie die Nächste aussehen, in Hinblick auf Bräunung, Größe, Form sowie Oberfläche. Gerade Verfärbungen können auf Schädlinge oder sogar Schimmel hinweisen. Um solche Kaffeebohnen Angebote machst du direkt einen großen Bogen.

Ansonsten darf in der Tüte nicht mehr sein als die reinen Bohnen. Siehst du irgendwelche Reste von Steinchen, Ästen oder Schalen, sortierst du das Produkt sofort aus. Das verändert nicht nur den Geschmack, sondern kann sogar zu Beschädigungen beim späteren Mahlen führen. Weitere wichtige Aspekte sind folgende:

  • Detaillierte Beschreibung der Kaffeebohnen Herkunft, Anbau und Ähnlichem.
  • Das genaue Röstdatum.
  • Nachverfolgbarkeit, woher die Bohne stammt.
  • Verpackung sollte über ein Aromaventil verfügen.

Der Anbau von Kaffeebohnen

Beim Kaffee Anbau wird zwischen Hoch- und Tiefland unterschieden. Natürlich fragst du dich, wo die Differenzen liegen. Grundsätzlich gilt, dass Hochlandkaffee eine höhere Qualität besitzt. Der Grund dafür ist, dass die Bohnen in der Höhe langsamer reifen und somit mehr Zeit haben, um ihr Aroma zu entfalten.

Zum Beispiel wird Arabica in der Regel auf 900 bis 2.400 Metern angepflanzt. Der Robustaanbau befindet sich hingegen bei 0 bis 900 Meter. Beim Anbau kommt es aber auch auf die Beschaffenheit des Bodens an, wobei gerade Länder wie Brasilien, Costa Rica und Guatemala perfekte Bodenvoraussetzungen bieten. Die besten Kaffeebohnen sind also ein Zusammenspiel aus Anbauhöhe, Bodenbeschaffenheit, Pflege sowie Klima.

Die wichtigsten Anbauländer von Kaffeebohnen

Ich habe dir bereits Brasilien, Guatemala sowie Costa Rica als gute Anbaugebiete genannt, doch es gibt noch deutlich mehr Länder, die auf ihren Kaffeeanbau stolz sein können. Darunter Äthiopien. Es ist das Ursprungsland der Bohnen und bietet zahlreiche unterschiedliche Sorten. Die Kaffeebohnen Ernte findet meist von Oktober bis Dezember statt, wobei Äthiopien seine Bohnen in die ganze Welt exportiert.

Ein weiteres gutes Anbauland ist Honduras. Von November bis April werden die Bohnen geerntet, wobei die Sorten vorwiegend aus einer der drei großen Kaffeeregionen des Landes stammen. Honduras-Kaffee hat einen fruchtig-schokoladigen sowie ausgewogenen Geschmack.

Mein Kaffeebohnen Ratgeber legt dir aber auch Indien ans Herz. Die Kaffeebohnen Sorten aus Indien haben einen würzigen Geschmack und sind rund um den Globus sehr beliebt.

Ernte von Kaffeebohnen

Es gibt unterschiedliche Erntemethoden, welche von den Bohnen sowie dem Anbauland abhängen. Das sogenannte „Picking“ beschreibt das händische Pflücken jeder einzelnen Kaffeekirsche. Vorteilhaft ist, dass die Kirschen nach ihrem Reifegrad ausgewählt werden. Zudem verhindert das Picking, dass sich Fremdkörper unter die Ernte mischen. Dafür ist die Methode aber sehr kosten- und zeitaufwendig.

Öfter triffst du auf Stripping, wo der gesamte Kaffeekirschenzweig mit einem Griff abgestreift wird. Alle Fremdkörper müssen später aussortiert werden, wobei die Kirschen auch einen unterschiedlichen Reifegrad aufweisen. Daher ist Strippingkaffee etwas günstiger.

Die letzte Erntemethode ist der „Harvester“. Es handelt sich um Erntemaschinen, welche die Pflanzen durchkämmen und die heruntergefallenen Kirschen aufsaugen. Auch hier triffst du auf dasselbe Problem wie beim Stripping, doch zusätzlich ist der Harvester mit viel Stress für die Pflanzen verbunden. Die besten Kaffeebohnen findest du also beim Picking.

Aufbereitung von Kaffeebohnen

Nach der Ernte gibt es diverse Aufbereitungsmethoden. Hier wird zwischen trockener, nasser und halbtrockener Aufbereitung unterschieden. Bei der trockenen Aufbereitung werden die Kirschen großflächig ausgebreitet, um die Schimmelbildung zu vermeiden. Über die Wochen hinweg reduziert sich der Wasseranteil in den Bohnen auf etwa 15 Prozent.

Die nasse Aufbereitung ist sinnvoll, wenn bei der Ernte auch überreife sowie unreife Kirschen mitgenommen wurden. In einem Wasserbad werden jene anhand ihrer physikalischen Eigenschaften getrennt. Anschließend wird das Fruchtfleisch vollkommen entfernt. Nach etwa zwei Wochen Trockenzeit sind auch diese Bohnen bereit für den Verkauf.

Die halbtrockene Aufbereitung ist ähnlich. Zwar wird das Fruchtfleisch der Bohne abgequetscht, doch der Kern wird mit dem restlichen Fruchtfleisch anschließend getrocknet. Dadurch wird eine Fermentation verhindert. 

Die Geschichte der Kaffeebohnen

Was wäre ich für ein Kaffeebohnen Ratgeber, wenn ich nicht auch kurz auf die Geschichte eingehe. Erstmals wurde die Kaffeepflanze in Äthiopien im 9. Jahrhundert entdeckt, als Ziegen die Früchte fraßen. Daraufhin bemerkten die Hirten ein sonderbares Verhalten der Tiere, zumindest besagt das ein Mythos.

Im 11. Jahrhundert gelangten die Bohnen in den Orient, der sich schon bald zum Hauptanbaugebiet wandeln sollte. Jedoch wurden die ersten Kaffeehäuser erst im 16. Jahrhunderte in Mekka, Medina sowie Konstantinopel eröffnet. Ein Jahrhundert später kamen die Bohnen endlich nach Europa und wurden hier schnell zu einer der beliebtesten Heißgetränke.

Über die Jahrhunderte kamen nicht nur mehr Kaffeebohnen Sorten hinzu, sondern teilweise gab es sogar ein Verbot. Dennoch konnte sich die Kaffeespezialitäten durchsetzen und ab dem 19. Jahrhundert wurde deren gesamte Produktion industrialisiert.

Unterschiede zwischen Kaffeebohnen und Espressobohnen?

Sowohl klassische Kaffee- als auch Espressobohnen stammen von derselben Pflanze. Der Unterschied zwischen den beiden ist die Röstung. Eine Espressobohne wird deutlich dunkler geröstet, als es beim Filterkaffee der Fall ist.

Außerdem benötigst du eine spezielle Espressomaschine, denn jene sorgt für einen hohen Brühdruck von 6 bis 9 bar über 25 bis 30 Sekunden. Ein weiterer Unterschied ist, dass Espresso meist nur 20 bis 25 Milliliter pro Tasse bietet, dafür ist dieser aber deutlich intensiver.

Unterschiede zwischen Coffea Arabica und Coffea Canephora (Robusta)?

In erster Linie handelt es sich bei den Kaffeebohnen Sorten um zwei unterschiedliche Pflanzen. Die Arabicapflanze ist sehr fein und empfindlich, wodurch der Kaffee ein sanftes Aroma erhält. Von daher gilt Arabica auch als besonders hochwertig und rund 60 Prozent des Weltmarkts setzt auf diese Sorte.

Eine Robustapflanze ist hingegen deutlich robuster und kräftiger im Geschmack. Etwa 30 Prozent des Weltmarkts entscheidet sich für diese Sorte. Der größte Unterschied zwischen Arabica und Robusta ist also der Geschmack. 

Welche Kaffeevarietäten gibt es?

Über die Jahrhunderte kam es zu zahlreichen neuen Kreuzungen, weshalb aktuell 124 Kaffeebohnen Variäten bekannt sind. Allerdings muss erwähnt werden, dass sich nur wenige tatsächlich zur Herstellung von Kaffee eignen.

Die bekanntesten Arten sind Coffea Arabica sowie Coffea Canephora (Robusta), denn jene nehmen rund 90 Prozent der verkauften Sorten ein. Neben dieser Varietät gibt es aber noch andere Sorten, die ebenso überzeugen können. Beste Kaffeebohnen triffst du bei Liberica oder Excelsa an.

Helle Röstung vs. dunkle Röstung von Kaffeebohnen: Was sind die Unterschiede?

Der beste Kaffee Testsieger kann sowohl mit einer hellen als auch dunklen Röstung überzeugen, denn jene beeinflusst den Geschmack. Eine helle Röstung hebt die jeweiligen Eigenheiten des Rohkaffees besser hervor. Sollte es sich also vorwiegend um ein fruchtiges Aroma mit angenehmer Säure handeln, ist eine helle Röstung die beste Wahl.

Die dunkle Röstung zeichnet sich dadurch aus, dass der Kaffee weniger sauer schmeckt, jedoch wesentlich bitterer. Ein kleiner Nachteil ist, dass die dunkle Röstung die Bohnen „verbrennt“, weshalb zahlreiche wertvolle Aromen verloren gehen. Von daher empfehle ich dir die helle Röstung.

Blends vs. sortenreine Kaffeebohnen: Was sind die Unterschiede?

Die meisten Kaffeekenner werden dir nur zu sortenreinen Bohnen raten, denn hier handelt es sich lediglich um eine einzige Art von Kaffeebohne. Kaufst du also sortenreine Produkte, erhältst du auch nur das, was auf der Verpackung steht, zum Beispiel 100% Arabica Bohnen der Sorte Catuai von der Farm „El Gigante“ aus Motagua-Tal in Guatemala.

Blends sind aber eine interessante Alternative, denn es handelt sich um Mischungen. Ich rate dir gerade dann zu einem Blend, wenn du dir einen bestimmten Geschmack wünschst, welcher nach der Zubereitung immer wieder gleich sein soll. Das bedeutet, bei sortenreinen Bohnen kann es zu leichten Geschmacksschwankungen über die Jahre kommen, weil die Ernten Jahr für Jahr unterschiedlich ausfallen können – hingegen sind Blends genau darauf ausgelegt, dass das Aroma stets identisch ist. 

Kaffee-Siegel: Fairtrade-Kaffees, Bio-Kaffees und Direct Trade-Kaffees

Du entscheidest allein nach Optik oder Name? Das ist ein Fehler, denn ich lege dir auch Kaffee-Siegel ans Herz. Ein solches Siegel hat eine einfache Aufgabe, denn es zeichnet besondere Leistungen aus. Am bekanntesten ist der Biokaffee. Dieser garantiert, dass 95 Prozent des Kaffees Bio sind.

Das bedeutet wiederum, dass beim Anbau auf die EG-Öko-Verordnung geachtet wurde. Somit wurde auf synthetische Spritzmittel verzichtet, wodurch die Pflanze ganz natürlich wachsen konnte. Das hat selbstverständlich auch Einfluss auf den Geschmack, weshalb viele Kenner Biokaffee als beste Kaffeebohnen beschreiben.

Aber auch Fair-Trade-Kaffee ist eine gute Wahl. Fairtrade steht für „Fairer Handel“. Dir sollte bekannt sein, dass die Anbaubedingungen in anderen Ländern nicht immer gut sind. Oftmals wird Kaffeebauern nur ein Hungerlohn für viele Stunden Arbeit gezahlt. Genau das möchte Fairtrade umgehen, indem es auf faire Löhne für die Bauern achtet. Dieses Kaffee-Siegel hat zwar keinen Einfluss auf den Geschmack, doch du tust etwas Gutes für Menschen aus der Dritten Welt.

Noch besser ist, wenn du dich für „Direct-Trade-Kaffee“ entscheidest. Wie der Name schon sagt, gibt es keine Zwischenstation zwischen dir und dem Bauer. Du kaufst also direkt von Bauern, sodass jene deutlich mehr Möglichkeiten in Hinblick auf die Preisgestaltung haben. 

Kaffee bei Stiftung Warentest: Das sind die Gewinner 2021

Hast du keine Lust, lange selbst nach hochwertigen Bohnen zu suchen, dann schau dich einfach bei der Stiftung Warentest um. Sie hat diverse Sorten unter die Lupe genommen und bewertet dabei vorwiegend den Geschmack, doch auch andere Aspekte. Stiftung Warentest versucht damit einen Gesamtüberblick über die besten Kaffeebohnen zu vermitteln, um die Kaufentscheidung zu erleichtern

Daher stelle ich dir kurz die drei Kaffee Testsieger dar, die im Stiftung Warentest 2021 überzeugen konnten. Mir persönlich haben diese Kaffeebohnen nicht überzeugt – aber vielleicht schmecken sie dir ja…

1. „Cafèt Caffè Crema Barista“ von Netto: Der Cafèt Caffè Crema Barista ist der Gesamtsieger und konnte sich eine Note von gut (2,0) sichern. Der Preis pro Kilogramm liegt bei 8 Euro.

2. „Moreno Caffè Crema“ von Aldi Nord: Die Arabica-Robusta-Mischung befindet sich knapp hinter dem Nettoangebot und erhielt die Note gut (2,1). Preistechnisch liegen beide Produkte gleichauf.

3. „Bellarom Caffè Crema Gustoso“ von Lidl: Auch hier zahlst du rund 8 Euro für einen Kilogramm, wobei Bellarom Caffè Crema Gustoso die Note gut (2,1) erhielt. 

Kaffee bei Öko-Test: Das sind die Gewinner 2021

Kaffeebohnen Testsieger werden nicht nur bei Stiftung Warentest gekürt, sondern auch im Öko-Test. Hier fließen vor allem die ökologischen Aspekte in die Bewertung mit ein, was dazu geführt hat, dass deutlich weniger Sorten gut abgeschnitten haben. Von neun Sorten rieten Experten sogar komplett ab, weil sich darin verschiedene Schadstoffe befanden. Jedoch wurde auch oftmals die mangelnde Verantwortung für Menschenrechte sowie Umweltschutz festgestellt.

Das beste Ergebnis konnte sich der „Gepa Faires Pfund Bio Kaffee aus Fairem Handel“ mit einer Gesamtnote von „gut“ sichern. Alle weiteren Sorten, die getestet wurden, erhielten maximal ein „befriedigend“. Spielt für dich also die Ökologie eine essenzielle Rolle beim Kaffeekauf, schau dir den Öko-Test an. Hier findest du sicherlich einen Kaffee Testsieger, der dich überzeugt. 

Schadstoffe in Kaffeebohnen: Acrylamid und Furan

Leider wurde in verschiedenen Tests immer öfter festgestellt, dass in diversen Kaffeesorten Schadstoffe enthalten sind. Vorne mit dabei sind Acrylamid sowie Furan. Acrylamid bildet sich, wenn die Bohnen geröstet werden. Ist die Röstung also zu stark, können krebserregende Stoffe, das Acrylamid, entstehen. Insofern fördern solche Sorten das Krebsrisiko und sollten vermieden werden.

Aber auch Furan kann entstehen, was laut Europäischer Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) über lange Sicht die Leber schädigt. In Tierversuchen kam sogar heraus, dass hohe Furan-Dosen zu Krebs führen.

Hier aber eine gute Nachricht, denn selbst, wenn du täglich vier Tassen trinkst, erreichst du nicht den hohen Wert, wie er bei den Tierversuchen der Fall war. Das bedeutet aber nicht, dass Furan und Acrylamid vertretbar sind. Versuche einen Kaffeebohnen Testsieger zu wählen, welcher frei von irgendwelchen Schadstoffen ist.

Zubereitungsmethoden von Kaffeebohnen

Lassen wir die schlechten Nachrichten hinter uns und befassen wir uns stattdessen mit den schönen Dingen: den Zubereitungsmethoden. Ich muss dir wohl kaum sagen, dass du eine Kaffeebohne auf viele unterschiedliche Arten zubereiten kannst. Abhängig davon entsteht ein einzigartiger Genuss. Welche Methode zu dir passt? Ich habe kurz und knapp zusammengefasst, was die einzelnen Kaffeesorten auszeichnet.

Filterkaffee: Beim Filterkaffee mahlst du die Bohnen, um jene anschließend in einen Filter zu geben und mit heißem Wasser zu übergießen. Langsam tropft das Getränk heraus und kann direkt genossen werden. Der Filterkaffee ist mit Abstand die bekannteste und beliebteste Form der Zubereitung. Außerdem ist er häufig die Grundlage für andere Zubereitungsmethoden, weshalb du zu Hause nicht auf Kaffeefilter oder eine passende Kaffeemaschine verzichten darfst.

Espresso: Ein Espresso ist perfekt, wenn du schnell wach werden willst. Der Unterschied ist, dass das heiße Wasser bei hohem Druck durch das Kaffeemehl gepresst wird. Dadurch entsteht ein sehr intensiver Genuss, weshalb Espresso nur in kleinen Dosen angeboten wird. Aber Achtung: Zu viele Espressi darfst du nicht trinken, denn durch die hohe Konzentration an Koffein kann das Nebenwirkungen haben.

Caffè Crema: Als Crema wird der Schaum bezeichnet, der sich sehr dicht und cremig präsentiert. Ein Caffè Crema ist also ein Kaffeegetränk mit Schaum. In der Regel handelt es sich um einen Espresso, jedoch in größerer Menge. Darauf befindet sich der Milchschaum, welcher beim Verrühren die Stärke des Getränks abschwächt und somit für einen ausgewogenen Geschmack sorgt.

Latte Macchiato: Direkt aus Italien stammt der Latte Macchiato, welcher aus drei Schichten besteht. Er kann sowohl kalt als auch warm genossen werden. Die erste Schicht ist klassischer Espresso. Die zweite Schicht besteht hingegen aus Milch, die sich aufgrund ihrer Dichte immer unten sammelt. Darauf sitzt der Espresso und oben wird der Latte Macchiato mit festem Milchschaum abgeschlossen. Du kannst sowohl alle Schichten durchrühren als auch jene einzeln genießen. 

Cappuccino: Allein aufgrund der Tasse kannst du Cappuccino leicht von den anderen Kaffeespezialitäten unterscheiden, denn jener wird in einer sehr bauchigen Tasse serviert. Ansonsten besteht das Getränk aus 1/3 Espresso sowie 2/3 leicht aufgeschäumter, warmer und cremiger Milch. Darüber hinaus ist Cappuccino häufig die Grundlage für sogenannte „Latte Art“, also verschiedene Motive direkt im Milchschaum.

Kaffeebohnen immer frisch mahlen

Du könntest dich für den Kaffeebohnen Testsieger entscheiden, doch achtest du nicht auf die richtige Zubereitung, könntest du die Bohnen auch direkt wegwerfen. Sicherlich gibt es viele Punkte zu bedenken, wie den Mahlgrad oder die Wassertemperatur, doch im Vordergrund steht, dass du die Bohnen stets frisch mahlst.

Stell dir die einzelnen Bohnen wie eine Art Verpackung vor. Im Inneren befinden sich die Aromen und der einmalige Geschmack. „Packst“ du die Bohnen jetzt schon viele Tage vorher aus, verzieht sich langsam das Aroma und der Geschmack ist weniger intensiv und vollmundig. Mahlst du die Bohnen hingegen direkt vor der Zubereitung, bleibt das Aroma erhalten und das schmeckst du später.

Ich gebe dir noch einen weiteren Tipp an die Hand, denn du solltest immer nur so viele Bohnen mahlen, wie du auch tatsächlich verbrauchst. So umgehst du, dass irgendwelche Reste übrig bleiben. 

Welcher Mahlgrad ist für Kaffeebohnen geeignet?

Es gibt nicht DEN Kaffeebohnen Mahlgrad, sondern jener hängt von der Zubereitungsmethode ab. Grundsätzlich kannst du dich aber an folgende Faustregel halten: Je feiner der Mahlgrad, desto kürzer sollte die Kontaktzeit mit dem Wasser ausfallen. Ein Beispiel dazu: Espresso kommt nur kurze Zeit mit Wasser in Kontakt, denn jenes wird bei hohem Druck schnell durch das Kaffeemehl gepresst.

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Bei einem zu groben Mahlgrad könnte das Wasser nicht genügend Aromen aufnehmen und der Espresso wäre anschließend verwässert. Von daher muss das Kaffeemehl sehr fein sein. Beim klassischen Filterkaffee kannst du dich hingegen für einen mittel-feinen Mahlgrad entscheiden. Das Mehl steht etwas länger in Verbindung mit dem Wasser und hat somit ausreichend Zeit, um die Aromen „auszuspülen“.

Die French Press ist eine sehr langsame Methode, doch dafür musst du deine Bohnen nicht sonderlich fein mahlen. Überlege dir also vorher, welche Zubereitungsmethode für dich infrage kommt. Anschließend kannst du dich nach dieser Liste richten:

  • Feiner Mahlgrad: Siebträger
  • Mittel bis feiner Mahlgrad: Aeropress, Bialetti und Kaffeevollautomat
  • Mittlerer Mahlgrad: Syphon, Handfilter, Filterkaffee und Chemex
  • Mittlerer bis grober Mahlgrad: French Press
  • Grober Mahlgrad: Karlsbader Kanne und Cold Brew

Kaffeesatz als Dünger

Mach auf keinen Fall den Fehler, dass du den Kaffeesatz nach dem Durchlaufen direkt entsorgst. Für viele ist er nur Abfall, doch eigentlich ist er hervorragend als Dünger für Pflanzen geeignet. Überraschend ist das nicht, denn selbst im Kaffeesatz befinden sich noch zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel Stickstoff, Phosphor, Gerbsäure, Kalium oder Antioxidantien.

Kennst du dich etwas mit Düngerprodukten aus, fällt dir sofort auf, dass es sich hierbei um Nährstoffe handelt, die du auch im handelsüblichen Dünger findest. Der größte Vorteil ist aber, dass du dafür kein zusätzliches Geld ausgeben musst. Ganz im Gegenteil, denn jeden Tag fällt neuer Kaffeesatz an. 

Allerdings musst du auf einige Kleinigkeiten achten, wenn du deinen Pflanzen etwas Gutes tun willst. In erster Linie muss der Kaffeesatz getrocknet werden. Feuchter Kaffeesatz könnte ansonsten schimmeln und der Pflanze mehr schaden als ihr zu helfen.

Ich lege meinen Kaffeesatz immer auf Küchenpapier aus und lasse ihn dann an der Sonne trocknen. Nach dem Trocknen kannst du einfach etwas Kaffeesatz zur Erde geben, wobei er sich besonders für Pflanzen eignet, welche einen sauren Boden bevorzugen. Darunter etliche Zierpflanzen wie Rhododendren, Kamelien oder Hortensien.

Doch auch Nutzpflanzen lieben den selbstgemachten Dünger und wachsen umso prächtiger. Natürlich musst du dir keine Sorgen machen, dass sich der Geschmack von Gurken, Erdbeeren und Ähnlichem verändert. Praktisch: Deine Pflanzen sind auch vor Schnecken geschützt, denn diese mögen das Koffein, welches im Kaffeesatz enthalten ist, nicht. Von daher eignen sich die Reste auch hervorragend als Sperrschicht zwischen den gefräßigen Schädlingen sowie deinen Pflanzen. 

Kaffeebohnen richtig lagern

Du hast dir die beste Kaffeesorte gekauft, du besitzt eine hochwertige Kaffeemaschine und eigentlich steht dem Genuss nichts mehr im Wege, doch du hast eine korrekte Lagerung vergessen, weshalb die kleinen Bohnen geschimmelt sind oder von Schädlingen zerfressen wurden. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern ein großer Verlust. Dabei ist die Kaffeebohnenlagerung relativ simpel.

In erster Linie ein Tipp von mir, den ich selbst erst lernen musste: Kaufe niemals Bohnen auf Vorrat. Am besten hast du immer nur so viele Bohnen im Haus, wie du jene in den nächsten vier bis sechs Wochen verbrauchen kannst. Größere Mengen verlieren zu schnell an Qualität. #

Ansonsten ist es wichtig, dass du deine Bohnen luft- und lichtdicht verpackst. Ich rate dir davon ab, dass du die Bohnen aus ihrer Originalverpackung nimmst und umlagerst. Meist ist jene die beste Wahl für die Lagerung, doch möchtest du auf Nummer sicher gehen, kannst du die Verpackung in ein luft- und lichtdichtes Behältnis geben. So ist das Aroma noch besser geschützt.

Achte auch darauf, dass du einen Lagerort findest, welcher keinen starken Temperaturschwankungen ausgesetzt ist. Bestenfalls ist dieser leicht kühl, doch bitte nicht der Kühlschrank! Hältst du dich an alles, was ich dir hier genannt habe, steht dem Kaffeegenuss nichts im Wege.


Darf’s noch etwas mehr sein?




Über der Autor

Foto von Finn Finn’s Website:
Erstellt am: 30. März 2022

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